Die Wintersonnenwende leitet das neue Jahr 2026 ein.
Die Wintersonnenwende, auch bekannt als Julfest, Yule oder Mittwinter, markiert einen der magischsten Momente des Jahres: den Zeitpunkt, an dem die längste Nacht vorbei ist und das Licht langsam zurückkehrt. Sie fällt meist auf den 20. oder 21. Dezember und wird weltweit mit verschiedenen Ritualen und Bräuchen gefeiert.
Diese besondere Zeit hat eine tiefe Verbindung zur Natur und zu unseren Vorfahren, die im Einklang mit den Jahreszeiten lebten. Sie erkannten, dass nach der Dunkelheit immer das Licht kommt – ein ewiger Zyklus, der Hoffnung und Neubeginn symbolisiert. Die Wintersonnenwende ist der Moment, in dem die Sonne ihren tiefsten Stand erreicht und der kürzeste Tag auf die längste Nacht trifft. In dieser Dunkelheit wird das Licht neu geboren.
Im Mittelpunkt des Yulfestes steht die Hoffnung: Der Kreislauf des Lebens erneuert sich, das Licht kehrt zurück, und wir sind eingeladen, uns neu auszurichten.
Der wunderbare Weihnachtsbaum
Der Brauch, einen immergrünen Baum ins Haus zu holen, geht ebenfalls auf die Wintersonnenwende zurück. Immergrüne Pflanzen wie Tanne, Eibe oder Wacholder galten als Zeichen des Lebens inmitten des Winters. Nur hätten die Menschen, die in Gebieten des jetzigen Mitteleuropas in Wäldern lebten, keinen Baum gefällt, da Bäume etwas Heiliges waren.
Der magische Mistelzweig
Die Kelten glaubten, dass die Mistel als Pflanze, die weder Wurzeln in der Erde noch Samen im Boden hat, ein heiliges Geschenk der Götter sei. Sie galt als Schutzsymbol und Glücksbringer. Heute schmückt man sie oft als Dekoration oder hängt sie über Türen, um Liebende zu küssen – ein Brauch, der seine ursprüngliche Bedeutung fast verloren hat.